Erlebnispunkt 3:Tristesse und Schönwetterglocke

Der Teutoburger Wald erstreckt sich von Ibbenbüren im Nordwesten bis nach Altenbeken im Südosten, nahtlos schließt sich das Eggegebirge an, das bis Marsberg reicht. Weil der Wind meistens aus Südwesten weht, stoßen die feuchten Luftmassen vom Atlantik an den südwestlichen Gebirgsrand und regnen dort ab. Wo Sie jetzt stehen, ist der Bereich des reliefbedingten Steigungsregen. Hier regnet es regelmäßig und viel.

An der in Schlangen gelegenen Wetterstation des regionalen, ehrenamtlich betreuten, Netzes von Klimamessstationen Ostwestfalen-Lippe wurden seit Aufnahme des Betriebs im Jahr 1990 durchschnittlich 1.172 mm Jahresniederschlag gemessen. Die Station ist damit die niederschlagsreichste in der Umgebung. Auf dem Eggekamm selbst ist merklich weniger Regen zu verzeichnen. Im Rothaargebirge und im Westerwald fällt vergleichsweise über das Jahr hinweg noch mehr Niederschlag. Der starke Niederschlag hat der Region ein Sprichwort beschert: „In Paderborn regnet es oder man hört die Glocken läuten“.

Klimamodelle der nächsten Jahrzehnte gehen davon aus, dass es in Nordrhein-Westfalen mehr Niederschläge geben wird. Die Niederschläge werden sich verlagern, die Sommer werden trockener und die Winter und Frühjahre nasser, da das wärmere Klima den Schnee eher als Regen fallen lassen wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert