{"id":2152,"date":"2014-07-01T14:37:01","date_gmt":"2014-07-01T12:37:01","guid":{"rendered":"https:\/\/lippspringe.sawah.mobi\/?page_id=2152"},"modified":"2024-07-03T11:23:03","modified_gmt":"2024-07-03T09:23:03","slug":"durchatmen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/lippspringe.sawah.mobi\/?page_id=2152","title":{"rendered":"Erlebnispunkt 6: Urw\u00e4lder von Morgen"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"color: #666666;\">Rechts von Ihnen liegt die Naturwaldzelle Rosenberg. Sie wurde bereits 1998 mit einer Gr\u00f6\u00dfe von 35,4 ha ausgewiesen. Damit liegt sie \u00fcber dem landesweiten Durchschnitt von 21,3 ha.<\/p>\n<p style=\"color: #666666;\">Bereits 1971 wurde in Nordrhein-Westfalen mit der Ausweisung von Naturwaldzellen begonnen. Inzwischen existieren in unserem Bundesland 75 solcher Naturwaldzellen. Ziel ist es, naturnahe Waldbe-st\u00e4nde, die nach Standort, Baumartenzusammensetzung und Bodenvegetation die nat\u00fcrlichen Waldgesellschaften gut repr\u00e4sentieren, f\u00fcr Forschung und Lehre langfristig zu erhalten und ihrer nat\u00fcrlichen Entwicklung zu \u00fcberlassen. Entsprechend ihrer weiten nat\u00fcrlichen Verbreitung herrschen Buchen-Waldgesellschaften vor. Der Waldbestand in den Naturwaldzellen wird konsequent sich selbst \u00fcber-lassen. Bewirtschaftungsma\u00dfnahmen sind nicht erlaubt. Anfallendes Holz darf nicht entnommen wer-den. Periodische Standard- und gelegentliche Spezialuntersuchungen dokumentieren die Entwicklung jeder Naturwaldzelle \u00fcber einen langen Zeitraum hinweg und gewinnen somit wertvolle Erkenntnisse f\u00fcr die Wald\u00f6kologie und die forstliche Praxis in naturnah betriebenen Wirtschaftsw\u00e4ldern.<\/p>\n<p style=\"color: #666666;\"><strong>Wissenschaftliche Neugier<\/strong><br \/>\nWo die S\u00e4ge schweigt und kein Waldarbeiter mehr Setzlinge pflanzt, l\u00e4sst sich das nat\u00fcrliche Konkurrenzverhalten der B\u00e4ume ebenso studieren wie die unbeeinflusste Abfolge von Wachstum, Alterung, Zerfall und Verj\u00fcngung. Das waren die Motive f\u00fcr die Errichtung der Naturwaldzellen<\/p>\n<p style=\"color: #666666;\"><strong>Alter und Tod geh\u00f6ren dazu<\/strong><br \/>\nNahezu alle nordrhein-westf\u00e4lischen W\u00e4lder sind durch Holzproduktion und andere Nutzungen seit Jahrhunderten mehr oder weniger stark ver\u00e4ndert worden. Vor einigen Jahren noch war Kahlschlagwirtschaft und fl\u00e4chiges Aufforsten mit schnellw\u00fcchsigen Arten die Regel. Trotz einer Entwicklung zum naturnahen Waldbau sind Jahrhunderte alte Baumriesen, stehen-des oder liegendes Totholz gro\u00dfer Dimensionen noch immer Rarit\u00e4ten im Wald. <\/p>\n<p>Alte und abgestorbene Baumveteranen bieten Lebensr\u00e4ume f\u00fcr Totholz bewohnende Pilz- und Tierarten, die im Wirtschaftswald kaum zum Zuge kommen. Alters- und Zerfallsphase geh\u00f6ren genauso zum nat\u00fcrlichen Lebenslauf eines Waldes wie Verj\u00fcngung und Zuwachs. Wissenschaftler m\u00f6chten deshalb gerne mehr \u00fcber die nat\u00fcrlichen Entwicklungsprozesse unserer W\u00e4lder erfahren. Welche Baumarten sind unter den jeweiligen Boden- und Klimabedingungen am St\u00e4rksten? Wie gro\u00df und wie alt werden sie? Dulden sie Konkurrenz? W\u00e4chst eine neue Generation synchron heran oder entsteht ein buntes Durcheinander unterschiedlicher Altersstufen? Wie reagiert der Wald auf au\u00dfergew\u00f6hnliche Witterungsereignisse oder Sch\u00e4dlingsbefall? Oder wie wird eine vom Sturm gerissene L\u00fccke wieder besiedelt, und was passiert mit den vielen Kubikmetern Holz nach dem Tod eines Baumes?\n<\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rechts von Ihnen liegt die Naturwaldzelle Rosenberg. Sie wurde bereits 1998 mit einer Gr\u00f6\u00dfe von 35,4 ha ausgewiesen. Damit liegt sie \u00fcber dem landesweiten Durchschnitt von 21,3 ha. Bereits 1971 wurde in Nordrhein-Westfalen mit der Ausweisung von Naturwaldzellen begonnen. Inzwischen existieren in unserem Bundesland 75 solcher Naturwaldzellen. 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